78,5 Prozent der Verbraucher würden auf Fluorid in der Zahnpflege verzichten

2018-02-21 - Bielefeld

78,5 Prozent der Verbraucher würden auf Fluorid in der Zahnpflege verzichten
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Eine aktuelle repräsentative GfK-Umfrage zeigt, dass eine wirkungsvolle Alternative zur Zahnpflege mit Fluorid gefragt ist. Vier von fünf Verbrauchern würden auf Fluoride verzichten.

Die Debatte um Fluoride in der Zahnpflege ebbt nicht ab. Mit der Werbung für eine Zahnpasta, die ohne den Inhaltsstoff Fluorid genauso effektiv vor Karies schützen kann, wie fluoridhaltige Produkte, hat die Dr. Wolff-Forschung für Aufsehen gesorgt. Nun zeigt eine randomisierte, repräsentative Umfrage1, dass der Informationsbedarf über Wirkstoffe in der Zahnpflege groß ist: Laut GfK-Umfrage wünschen sich vier von fünf Verbrauchern eine Zahncreme, die ohne Fluorid auskommen kann. Demnach gaben 78,5 Prozent der Befragten an, auf eine fluoridfreie Alternative umsteigen zu wollen, wenn diese den bisher gewohnten Schutz vor Karies böte. Von der aktuellen Diskussion über Fluoride hat mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten bereits gehört. Die Frage, ob die eigene Zahncreme Fluorid enthalte, wusste fast ein Drittel der Befragten (27 Prozent) nicht zu beantworten. Über 15 Prozent2 gaben in einer vorangegangen Befragung an, sich bei der Markenwahl nicht festzulegen und häufig die Produkte zu wechseln.

Laut Nielsen-Angaben (Marktbericht 2017) stehen die Marken Colgate, Odol med3 und Elmex im Absatz-Ranking der Top-20-Produkte ganz oben. Das führt zu einer Konzentration dreier Konzerne. Demnach kommen Colgate Palmolive, GlaxoSmithKline, sowie Procter&Gamble zusammen auf einen Marktanteil von 76,9 Prozent. Sie alle setzen mit ihren Marken über Konzernstrukturen hinweg auf den Wirkstoff Fluorid.


1 Quelle: GfK, Februar 2018, Befragung von 1.000 Verbrauchern im Alter zwischen 14 und 66 Jahren
2 Quelle: Appinio, Januar 2018